Theaterstücke

 

Derzeit liegen folgende Theatertexte vor:

 

1. Theseus bei Minos oder der Kampf gegen den Minotaurus (2004)

 

Gustav Schwab beschreibt in seinem zeitlosen Meisterwerk "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums" die Sage von Theseus, der auf Kreta im Labyrinth des König Minos den Minotaurus, ein Mischwesen, halb Mensch mit einem Stierkopf, besiegt und die Opfer vor dem sicheren Tod rettet. Dieser Stoff bildet die Grundlage für diese erste, kurze Dramatisierung für eine Schülerbühne, die hier eine allegorische Umdeutung auf die Schule und die Schulzeit erfährt.

 

2. Dichterliebe (2006)

 

1828 treffen Robert Schumann und Heinrich Heine in München aufeinander. Wie wird das Treffen wohl verlaufen sein? Was werden die Beiden einander zu sagen gehabt haben? Antworten darauf gibt dieses Stück.

 

3. ... und noch einmal Karlsbad ... (2007)

 

Der alte Goethe trifft in Karlsbad noch einmal auf seine beiden unsterblich geliebten Frauen, Charlotte von Stein und Christiane Vulpius. Arrangiert wurde dieses Treffen von keinem Geringeren als dem Teufel selbst. Doch Mephisto gesellt zu allem Überfluss noch drei Figuren von Goethes eigener Erfindungen hinzu: Götz von Berlichingen, Iphigenie und Werther. Und so nimmt der seltsame Reigen aus Fiktion und Wirklichkeit seinen Lauf ...

 

4. Il caro sassone - o teurer Sachse (2009)

 

Georg Friedrich Händels Leben war voller Abenteuer und Arbeit. Und so gewinnt der Zuschauer und der Leser hier einen Einblick in sein intimstes Menschsein, erlebt Händel als heißspornigen Jungspund, der den Federkiel gegen einen Degen tauscht und verliert, sieht ihn als Rebell gegen seinen Landesherrn, kann ihn als gewandten und gewitzten Strategen und auch im Umgang mit zickigen Frauen bewundern. Erzählt wir das alles aus der Feder seines ersten Biographen ...

 

5. Der Fall Conan Doyle (2009)

 

Sherlock Holmes und Dr. Watson erhalten den Auftrag, den verschwundenen Schriftsteller und Verfasser von Kriminalsgeschichten Sir Arthur Conan Doyle zu finden. Er sei angeblich entführt worden. Natürlich wird das berühmte Detektiv-Duo von ihrem Erzfeind Prof. Moriarty gestört und von Inspektor Lestrade unterstützt. Doch auch Prof. Challenger bekommt seinen Auftritt und spätestens da wird der kundige Zuschauer und Leser die Unterstützung des großen Detektivs benötigen, um seiner Verwirrung Herr werden zu können.

 

6. Der sterbende Detektiv (2010)

 

Ein unsterblich gewordener Fall aus der Feder des großen Conan Doyle. Sherlock Holmes überführt den Giftmörder Culverton Smith mit einem irren, sehr gewagten aber gewohnt genialen Schachzug.

 

7. Codename Blaue Blume (2010/2011)

 

Die Stadt Koblenz ist Schauplatz und Angriffspunkt zugleich für die verbrecherische Gesellschaft der Blauen Blume. Diese will die Stadt am Rhein in Besitz nehmen und "erobern". Doch ihnen entgegen stellt sich unerwartet ein Kommissar des BKA, der sich zu diesem Zweck sogar mit der Koblenzer Unterwelt verbündet. Und dann taucht aus dem Dunkel der Vergangenheit eine legendäre Figur auf: Godot kehrt endlich zurück und zeigt sein wahres Gesicht ...

 

8. Sünde (2011)

 

Sindorf, eine kleine Gemeinde irgendwo auf dem Land, steht Kopf. Mitten auf dem Dorfplatz gegenüber der katholischen Kirche steht ein "Nuttenbomber", einer jener Wohnwagen mit dem großen roten Herzen, die sonst nur an einsamen, abgelegenen Straßen zu finden sind. Keiner weiß, wie er dorthin gekommen ist. Und dann wird auch noch der Bürgermeister und der Pfarrer dabei gesehen, wie sie den Wohnwagen betreten. Lucia Ferres, die Insassin, beginnt, die kleine Gemeinde völlig aufzumischen und aus dem Konzept zu bringen. Latente Konflikte werden plötzlich sichtbar und treten offen zutage. Aus der anfänglichen amüsierten Neugier der Anwohner wird schnell Ablehnung, aus der Ablehnung Hass und aus dem Hass der Wunsch, Ferres zu beseitigen ...

 

9. Rosensieg - Der Tod Old Shatterhands (2012)

 
Ein Tag im Leben des wohl berühmtesten Volksschriftstellers deutscher Zunge, der 30. März 1912. Da dieser Tag, der sein Sterbetag sein wird, zugleich sein Hochzeitstag ist, spricht er mancherlei mit seiner Frau über die Vergangenheit und auch über die Zukunft. Er ist heiter und trägt sich mit neuen Plänen: Ein Drama will er schreiben, das sein eigenes Leben schildern und erst lange nach seinem Ableben an die Öffentlichkeit kommen soll. Nach Jahren erst, wenn er längst gegangen, werde man sein Wollen und Wirken begreifen. Nachmittags verfällt er in ein eigenartiges waches Träumen und unterhält sich, wie er das überhaupt häufig zu tun pflegt, mit den Gestalten seiner Phantasie. Er trifft Freund und Feind, Gestalten der eigenen Erfindung und reale Personen. Um sieben Uhr abends legt er sich schlafen, setzt aber seine Selbstgespräche in einem undeutlichen Murmeln fort. Gegen acht Uhr richtet er sich plötzlich im Bett auf, sieht mit leuchtenden Augen, die nichts von seiner Umgebung zu fassen scheinen, in die Ferne und sagt mit klarer Stimme: "Sieg, großer Sieg - Rosen - rosenrot!" Mit unendlich freudigem, verklärtem Ausdruck sinkt er zurück; sein Atem wird schwächer, bis er nach wenigen Minuten erlischt. Er stirbt also nicht allein, sondern im Innersten seiner Schöpfung, im Innersten seines menschlichen Daseins. Ein wahrer Rosensieg des Vielbefehdeten. Dies sichtbar zu machen, den inneren Konflikt, Kampf aber auch Erfolg und Freude dieses einzigartigen interessanten Künstlerlebens zu zeigen, soll Aufgabe dieses Stückes sein. Und welches Medium könnte das besser als das Theater. Denn wer anders als das Theater vermag es, beispielsweise die Gestalten seiner Phantasie, mit denen er sich umgab und unterhielt, vor dem Auge des Betrachters noch einmal lebendig werden zu lassen.

 

Doyle meets Wilde:

10. Der Schrecken von Canterville Chase (2012)

 - in Vorbereitung -

 

 August 1889. Auf einer literarischen Abendgesellschaft im renommierten Langham Hotel im Londoner West End treffen Oscar Wilde und Sir Arthur Conan Doyle aufeinander. Wilde, lebensüberdrüssig und träge, ist mit fünfunddreißig Jahren bereits eine berühmt-berüchtigte Größe der Londoner Gesellschaft und stellt das genaue Gegenteil zu dem rüstigen Provinzdoktor mit dem knochenbrecherischen Händedruck und der offenen und ehrlichen Ausdrucksweise dar. Ergebnisse dieses Treffens sind unter anderem Doyle's Roman „Im Zeichen der Vier“ und Wilde's herausragender Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“.

Doch stellen Sie sich vor, das Treffen hätte Doyle und Wilde zu einer Zusammenarbeit verleitet. Stellen Sie sich vor, Wilde hätte seine ein Jahr zuvor entstandene berühmte hylo-idealistische Romanze „Das Gespenst von Canterville“ völlig anders gestaltet – stellen Sie sich vor, Doyle hätte Sherlock Holmes nach Canterville Chase geschickt, um den rätselhaften Ereignissen dort auf den Grund zu gehen. Holmes' bemerkenswert kühler und logischer Verstand wäre auf eine harte Probe gestellt worden, denn er wäre dort dem Schrecken von Canterville Chase begegnet ...